OrthoGun 3.0 Test

Die OrthoGun 2.0 war bisher ganz klar der Testsieger in meinem Massagepistole Test. Nun hat OrthoMechanik ihren Nachfolger veröffentlich – die OrthoGun 3.0. Ob diese wirklich eine Verbesserung darstellt und wie sich die neue Massagepistole im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, möchte ich dir in diesem Testbericht erklären. Hierzu habe ich die OrthoGun 3.0 selbst intensiv getestet.

Vornweg: Ich habe dieses Produkt gratis zu Testzwecken von OrthoMechanik* bereitgestellt bekommen. Dennoch habe ich versucht, die Massagepistole so objektiv wie möglich zu bewerten.

OrthoGun 3.0 ansehen*

 

Lieferumfang und Aufsätze

Die OrthoGun 3.0 kommt in einem Schwarzen Karton mit dem Bild der Massagepistole auf der Front daher. Dieser unterscheidet sich nur minimal von dem der OrthoGun 2.0.

Im Karton wiederum wird folgendes von OrthoMechanik geliefert:

  • 1 x OrthoGun 3.0
  • 1 x Ball-Aufsatz
  • 1 x Flachkopf-Aufsatz
  • 1 x Flachkopf-Aufsatz aus Metall
  • 1 x Rundkopf-Aufsatz aus Metall
  • 1 x Gabel-Aufsatz
  • 1 x Patronen-Aufsatz
  • 1 x Luftkissen-Aufsatz
  • 1 x Tragetasche
  • 1 x Netzteil
  • 1 x Bedienungsanleitung

 

Der Lieferumfang gefällt mir sehr gut. Er enthält alles, was man sich bei einer Massagepistole wünscht. Insbesondere die vielzähligen Aufsätze konnten mich überzeugen:

Der Kugel- bzw. Ball-Aufsatz ist ein mittelgroßer, universell einsetzbarer Massageaufsatz. Er lässt sich grundsätzlich für alle Muskeln einsetzen. Besonders eignet er sich jedoch für die Massage von größeren Muskelgruppen.

 

Der Flachkopf-Aufsatz besitzt eine ähnliche Größe und damit grundsätzlich die gleichen Einsatzgebiete wie der Kugel-Aufsatz. Aufgrund seiner Form eignet er sich besonders für die Brustmuskulatur, aber auch die Oberschenkel.

 

Bei dem Flachkopf-Aufsatz aus Metall ist die Oberfläche nahezu identisch geformt wie beim normalen Flachkopf-Aufsatz. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Oberfläche mit Metall überzogen ist. Dadurch lassen sich bei der Massage mit diesem Aufsatz auch Öle oder Sportgele verwenden.

 

Auch der Rundkopf-Aufsatz aus Metall eignet sich für die Verwendung von Massageölen und Sportgelen. Schließlich ist auch dieser Aufsatz mit Metall überzogen. Im Vergleich zum Flachkopf-Aufsatz ist die Oberfläche leicht abgerundet und ermöglicht damit eine etwas tiefergehende Massage.

 

Der Gabel-Aufsatz besitzt eine Lücke in der Mitte. Diese ermöglicht es, Bänder, Sehnen und Knochen auszusparen. Somit eignet sich der Gabel-Aufsatz für die Massage entlang der Wirbelsäule sowie an den Waden.

 

Der Patronen-Aufsatz verfügt über eine sehr kleine Spitze. Damit ermöglicht er die gezielte Massage einzelner (kleiner) Muskeln. Entsprechend gut eignet er sich somit zur Bearbeitung von Triggerpunkten und Verspannungen.

 

Der Luftkissen-Aufsatz ist so konzipiert, dass er die Stöße der OrthoGun 3.0 abfedert. Hinzu kommt eine vergleichsweise große Auflagefläche. Dadurch fühlt sich die Massage wesentlich sanfter an und ist auch in empfindlicheren Körperregionen möglich.

 

Neben der Vielfältigkeit der Aufsätze konnte mich auch deren Qualität überzeugen. Sämtliche Aufsätze bestehen zum größten Teil aus Kunststoff bzw. aus Schaumstoff (Ball-Aufsatz). Sie wirken sehr stabil sowie hochwertig verarbeitet. Zudem fühlt sich das Material äußerst angenehm auf der Haut an.

 

Funktionalität

Die OrthoGun 3.0 besitzt fünf Leistungsstufen. Diese verteilen sich auf folgende Frequenzen:

  • 1. Stufe: 1.200 Stöße pro Minute
  • 2. Stufe: 1.600 Stöße pro Minute
  • 3. Stufe: 2.200 Stöße pro Minute
  • 4. Stufe: 2.800 Stöße pro Minute
  • 5. Stufe: 3.200 Stöße pro Minute

Damit besitzt die Massagepistole die gleichen Leistungsstufen wie die OrthoGun 2.0. Das hat sich auch in der Praxis gezeigt. Sowohl die unteren als auch die oberen Leistungsstufen entsprechen vollkommen meinen Erwartungen. Während sich die erste Stufe angenehm leicht anfühlt, geht die höchste Stufe mit viel Kraft bis tief ins Gewebe hinein.

Für dieses Massagegefühl sorgt einerseits der Motor. Dieser kann eine Leistung von bis zu 160 Watt abrufen. Entsprechend viel Kraft besitzt er und blockiert nicht, wenn man aufdrückt. Das ist vor allem bei günstigeren Modellen ein häufiges Problem. Auch möchte ich positiv hervorheben, dass die Massagepistole einen 10 Minuten Smart Timer besitzt, der das Gerät automatisch ausschaltet. Somit spart die OrthoGun 3.0 Strom und verhindert, dass die Muskeln zu lange massiert werden.

 

Bedienbarkeit und Handhabung

In der Produktbeschreibung der OrthoGun 3.0 wird hervorgehoben, dass sich Haptik und Bedienung verbessert haben. Entsprechend habe ich auf diese Kategorie ein besonderes Augenmerk gelegt. Und auch hier konnte die Massagepistole voll und ganz überzeugen.

Die Steuerung der OrthoGun 3.0 erfolgt über zwei Knöpfe.

Wird der obere Knopf gehalten, schaltet sich die Massagepistole ein. Auf die gleiche Weise wird die Pistole auch wieder ausgeschalten. Wird der Knopf einmal gedrückt, wechselt der Motor in die jeweils höhere Leistungsstufe. Der zweite, untere Knopf ermöglicht es wiederum, die Leistungsstufen zu verringern.

Das ist ein echter Fortschritt zum Vorgänger. Nun ist es nicht mehr notwendig, alle Stufen durchzuschalten, um zu einer niedrigeren Stoßzahl zu gelangen.

Auch ist die Anzeige der aktuellen Leistungsstufe hierbei sehr übersichtlich.

Beim Griff ist sich OrthoMechanik treu geblieben. Er ist recht schmal geformt. Außerdem ist die Oberfläche matt und rutscht dadurch nicht aus der Hand. Entsprechend gut funktioniert auch eine lange Nutzung der Pistole.

Hierfür sorgt auch das Gewicht. Dieses liegt ohne Aufsatz bei ca. 746 g bzw. mit dem Kugel-Aufsatz bei etwa 776 g. Somit gehört die OrthoGun 3.0 auf jeden Fall zu den leichtesten Modellen in meinem Test. Das war auch deutlich zu spüren.

 

Stromversorgung

Für die Stromversorgung befindet sich im Inneren der OrthoGun 3.0 ein Akku mit einer Kapazität von 3.550 mAh. Das ist sehr gut für eine Massagepistole und liegt noch einmal etwas höher als bei der OrthoGun 2.0.

Laut Hersteller beträgt die Laufzeit des Akkus etwa bis zu 6 Stunden. In meinem Test hat sich eine Laufzeit von 2 bis 4 Stunden als realistisch gezeigt. Das hat die Pistole mit Ihrem Vorgänger gleich. Auch hier ist zu sagen, dass die Akkulaufzeit geringer ausfällt, wenn eine höhere Leistungsstufe genutzt wird.

Der aktuelle Akkustand wird mithilfe einer Leuchte angezeigt, die sich unterhalb der Anzeige für die Leistungsstufen befindet.

Die kleine Lampe leuchtet in drei verschiedenen Farben, die den Akkustand anzeigen:

  • 70 % bis 100 % Akkuladung: grünes Licht
  • 30 % bis 70 % Akkuladung: gelbes Licht
  • 0 % bis 30 % Akkuladung: rotes Licht

Diese Anzeige könnte etwas genauer sein, erfüllt alles in allem aber ihren Zweck.

Das Aufladen des Akkus erfolgt über das mitgelieferte Ladekabel. Das wird mit einer Stromquelle (Steckdose) verbunden und in den Anschluss auf der Unterseite der Massagepistole gesteckt. Anschließend wird der Akku binnen weniger Stunden aufgeladen.

Austauschen kann man den Akku leider nicht eigenhändig. Dafür ziehe ich im Normalfall einen Punkt ab, da ein kaputter Akku auch die Massagepistole unbrauchbar macht. Im Rahmen der zweijährigen Garantie wird bei der OrthoGun 3.0 ein defekter Akku allerdings kostenfrei ausgetauscht. Auch nach Ablauf der Garantie ist ein Austausch gegen eine geringe Gebühr möglich. Zum Testzeitpunkt lag diese bei 39 €.

 

Lautstärke

Die Lautstärke habe ich bei der OrthoGun 3.0, wie bei allen Massagepistolen in meinem Test, aus einer Distanz von ca. 40 cm gemessen. hierbei konnte ich folgende Werte erhalten:

  • 1. Stufe: ~ 42 dB bis 43 dB – vergleichbar mit leichtem Regen
  • 2. Stufe: ~ 47 dB bis 48 dB – vergleichbar mit Vogelgesang
  • 3. Stufe: ~ 54 dB bis 55 dB – vergleichbar mit einem Gespräch
  • 4. Stufe: ~ 54 dB bis 55 dB – vergleichbar mit einem Gespräch
  • 5. Stufe: ~ 56 dB bis 57 dB – vergleichbar mit einem lauten Gespräch

Damit ist die OrthoGun sehr leise. Das gilt besonders für die erste Stufe. Hier war meine Massagepistole so leise wie kaum ein anderes Modell. Auch auf der zweiten Stufe war sie in meinem Test nur leicht zu hören. Auf den höchsten Stufen hätte die OrthoGun 3.0 natürlich etwas leiser sein können. Das ist aber normal bei solchen Massagegeräten. Von mir gibt es dennoch einen Punkt Abzug, da ein störendes Nebengeräusch auf mittlerer Stufe wahrnehmbar war.

 

Material und Qualität

Das Material der OrthoGun 3.0 besteht zum größten Teil aus Kunststoff. Auch wenn dieses nicht so stabil sein mag wie Metall, so ist die Massagepistole doch seht qualitativ und hochwertig. Sie machte in meinem Test zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass sie leicht kaputt gehen könnte.

Ebenso gehört die Verarbeitung zu absoluten Oberklasse. Ich konnte an keiner Stelle irgendwelche unsauberen oder scharfen Kanten erkennen. Auch andere Mängel waren bei meinem Testexemplar nicht erkennbar.

Der Geruch der Pistole erinnert den von neuen Produkten. Lediglich er dünne Gummi-Streifen am Griff riecht die erste Zeit etwas unangenehm. Spätestens nach ein bis zwei Tagen war er jedoch nicht mehr wahrnehmbar. Das ist vollkommen normal für derartige Massagegeräte. Bei günstigen China-Gadgets ist der Geruch wesentlich stärker und unangenehmer.

 

Preis-Leistung

Wie bereits beschrieben, wurde mir die OrthoGun 3.0 kostenlos zur Verfügung gestellt. Hätte ich sie zu dieser Zeit selbst gekauft, hätte der Preis direkt bei OrthoMechanik 169,95 € mit Gutschein bzw. standardmäßig 179,95 € gekostet. Auch bei Amazon* hätte zu diesem Zeitpunkt der Preis bei 179,95 € gelegen.

Preislich liegt die OrthoGun 3.0 somit etwas über ihrem Vorgänger. Dafür wurde sie auch an einigen Stellen verbessert und gehört damit zur absoluten Spitze der Massagepistolen. Entsprechend würde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis mit “Gut” bis “Sehr gut” bewerten.

 

Fazit – OrthoGun 3.0 Test

Summary

Die OrthoGun 3.0 ist ein würdiger Nachfolger für die von mir so hoch gelobte OrthoGun 2.0. Auch die Beschreibung, dass die Massagepistole eine verbesserte Optik, Haptik und Bedienung bei bewährter Technologie hat, kann ich nur zustimmen.

Die OrthoGun 3.0 nimmt die sehr guten Eigenschaften seines Vorgängers und verbessert die wenigen Schwächen. So wird weiterhin auf einen kräftigen 160 Watt Motor mit einer guten Stoßtiefe gesetzt. Auch unterscheiden sich die gut durchdachten Leistungsstufen nicht.

Die Steuerung ist ein Punkt, der jedoch stark verbessert wurde. So ist der Wechsel zwischen den Leistungsstufen nun wesentlich einfacher. Auch ist die Anzeige der Stufen übersichtlicher.

Der Preis ist allerdings leicht gestiegen. Nichtsdestotrotz ist er immer noch mehr als fair.

Gesamtbewertung
9.5/10
9.5/10
  • Lieferumfang und Aufsätze - 10/10
    10/10
  • Funktionalität - 9/10
    9/10
  • Bedienbarkeit und Handhabung - 10/10
    10/10
  • Stromversorgung - 10/10
    10/10
  • Lautstärke - 9/10
    9/10
  • Material und Qualität - 9/10
    9/10

Vorteile

  • 2 Jahre Garantie
  • Akku kostengünstig austauschbar
  • geringe Lautstärke
  • platzsparend transportierbar
  • simple Bedienbarkeit
  • sehr gute Handhabung
  • wirkt stabil und wertig
  • gut durchdachte Leistungsstufen
  • inklusive 7 Aufsätze
  • sehr gut verarbeitet
  • mit hilfreicher App
  • leistungsstarker Motor (160 W)
  • sehr gute Akkukapazität

Nachteile

  • Griff riecht etwas nach Gummi
  • Preis könnte geringer sein
  • Akku nicht eigenhändig austauschbar
  • kein Drucksensor

Vergleiche mit der Massagepistole

 

Marcel

Hi! Ich bin Marcel und hier auf massagepistole-test.de teste ich verschiedene Massagepistolen, um das beste Gerät auf dem Markt zu finden. Sämtliche Pistolen habe ich selbst in der Hand gehalten, sodass ich stets aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Darüber hinaus kläre ich zu alle Mythen und Fragen rund um Massagepistolen auf. Mehr über mich.

3 Gedanken zu „OrthoGun 3.0 Test“

  1. Ich habe leider keine guten Erfahrungen mit der ortho-Gun 3.0 gemacht. Die Erstlieferung im Mai funktionierte überhaupt nicht. Ich bekam anstandslos einen Retourenschein und nach Rücksendung ein Ersatzgerät. Das funktionierte denn auch – etwa 5 Tage lang. Entweder liegt es am Akku, der aber noch 70% Ladung anzeigt oder an den wirklich nicht sehr guten Schaltknöpfen und deren Vielfachfunktion. (Wie lange ist “lange drücken zum Einschalten”? Beim ersten Defekt-Gerät probierte ich Dutzende Zeitintervalle aus. Die Zwangsabschaltung nach rund 10 – 15 Minuten lassen Sie unerwähnt. Zum Kopfwechsel muss man freilich abschalten, anderen Kopf eindrücken – und dann tut sich wieder nichts. Vielleicht am nächsten Tag.
    Mein Fazit: das Gerät ist schön und leise und ansonsten teurer Elektroschrott.

    Antworten
    • Hallo Berthold,

      da tut mir leid für dich. Ich habe die OrthoGun 3.0 intensiv getestet und konnte bei mir keinen der von dir genannten Probleme festgestellt. Sonst hätte ich die Massagepistole nicht zu meinem Testsieger ernannt. Auch die OrthoGun 2.0 habe ich bereits monatelang im Einsatz. Sie läuft noch genau so wie man ersten Tag.

      Vielleicht hast du das Pech und tatsächlich durch große Zufall zwei fehlerhafte Produkte erhalten. Ich würde auf jeden Fall noch einmal OrthoMechanik kontaktieren. Schließlich hast du 2 Jahre Garantie auf deine Massagepistole und wie du bereits beschrieben hast: Der Support arbeitet sehr gut und kulant.

      Antworten
      • Hallo Marcel,
        ich habe mich mit dem Kundenservice geeinigt: die Lösung ist, dass ich statt der Gun 3.0. eine Gun 2.0. zum aktuellen Aktionspreis gekauft habe. Den Mehrpreis sowie meine Portoauslagen habe zügig erstattet bekommen. Mir scheint, dass auch andere Kunden ein Problem mit der Handhabung der 3.0 hatten.
        Die Gun 2.0. funktioniert von Anbeginn tadellos.
        Deine Aussage, dass der Support sehr gut und kulant arbeitet, kann ich absolut bestätigen. Frau Noack bei Orthomechanik verdient ein Extra-Kompliment.

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