OM-Go Test

Die OM-Go, auch Ortho-Go oder Orthogun Go genannt, ist die Mini-Massagepistole der Marke Orthomechanik. Diese ist unter anderem bekannt für die OrthoGun 2.0 und die OrthoGun 3.0, welche in meinem Test bereits ausgesprochen gut abschneiden konnten. In diesem Testbericht möchte ich herausfinden, ob die kleine Variante mit den großen Pistolen mithalten kann. Dazu habe ich mir das Massagegerät selbst gekauft und werde es in diesem Testbericht auf Herz und Nieren prüfen.

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Lieferumfang und Aufsätze

Geliefert wird die OM-Go in einem ausgesprochen kleinen, schwarzen Karton.

Obwohl der Karton so klein ist, kann sich der Inhalt sehen lassen:

  • 1 x OM-Go Massagepistole
  • 1 x Rundkopf-Aufsatz
  • 1 x Flachkopf-Aufsatz
  • 1 x Noppen-Aufsatz
  • 1 x Kegel-Aufsatz
  • 1 x Tragetasche
  • 1 x USB-C-Kabel
  • 1 x Bedienungsanleitung

Im Lieferumfang ist somit alles enthalten, was man zur Verwendung der Massagepistole benötigt. Lediglich ein Netzteil hätte ich mir noch gewünscht. Hier kann man aber auch einfach ein Netzteil vom Handy oder ähnlichen verwenden. Doch dazu später mehr.

Zunächst möchte ich auf die vier Aufsätze eingehen:

Der Rundkopf-Aufsatz lässt sich universell einsetzen. Er verfügt über eine gerundete, moderat-tiefe Oberfläche. Dadurch ist grundsätzlich für alle mittelgroßen bis großen Muskelgruppen geeignet.

 

Der Flachkopf-Aufsatz ist, wie der Name es bereits sagt, sehr flach. Zudem verfügt er über eine große Oberfläche. Auch er kommt deshalb bevorzugt bei großen Muskeln zum Einsatz. Ich persönlich habe ihn vor allem an den Beinen sowie der auf der Brust verwendet.

 

Der Noppen-Aufsatz ist ähnlich dem Flachkopf-Aufsatz. Der Unterschied besteht darin, dass dieser Aufsatz über Noppen entlang der Oberfläche verfügt. Diese sorgen für ein besonderes Gefühlt während der Massage. Der Einsatzbereich ist identisch dem des Flachkopf-Aufsatzes.

 

Der Kegel-Aufsatz ist so geformt, dass er vorne schmaler wird. Dadurch besitzt er eine kleine Auflagefläche. Zudem besteht die Spitze aus einem harten Kunststoff. Durch diese Eigenschaften eignet sich der Kegel-Aufsatz für die gezielte Massage kleiner Muskeln sowie zur Triggerpunktmassage.

 

Die Aufsätze der OM-Go umfassen somit die Wichtigsten, die man zur Nutzung einer Massagepistole benötigt. Lediglich einen Gabel-Aufsatz für die Massage entlang der Wirbelsäule hätte ich mir noch gewünscht.

Wichtiger sind jedoch die Qualität und Beschaffenheit der Aufsätze. Diese unterschieden sich nämlich in ihrer Form, dem Material sowie dem Aussehen stark von denen der meisten anderen Massagepistolen. Die Aufsätze der OM-Go sind sehr klein und werden über ein spezielles Stecksystem befestigt. Zudem bestehen sie (überwiegend) aus Silikon und nicht aus Kunststoff. Dieses Material wirkt nicht nur sehr hochwertig, sondern fühlt sich auch äußerst angenehm auf der Haut an.

 

Funktionalität

Die OM-Go verfügt über drei Leistungsstufen mit folgenden Stoßfrequenzen:

  • 1. Stufe: 1.800 Stöße pro Minute
  • 2. Stufe: 2.400 Stöße pro Minute
  • 3. Stufe: 3.000 Stöße pro Minute

Meiner Meinung nach könnten es 1-2 mehr Leistungsstufen sein, um die Stoßfrequenzen auf eine höhere Variation auszuweiten. Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau.

Mit einer Hublänge von 8 mm (Distanz, die der Massagekopf pro Stoß zurücklegt) sowie dem starken Motor (bis zu 96 Watt) fällt die Massage sehr intensiv aus. Ich hatte auf allen Stufen das Gefühl, dass die Muskulatur sehr gut stimuliert wird.

Auch habe ich große Unterschiede zwischen den Stoßfrequenzen wahrnehmen können. Lediglich wenn Tiefengewebe massiert werden soll, würde ich stattdessen auf eine große Massagepistole mit einer größeren Stoßtiefe setzen (12 mm oder mehr).

Einen Drucksensor oder ähnliche Zusatz-Funktionen gibt es nicht. Dafür gibt es von mir aber keinen Abzug. Schließlich verfügt (fast) keine andere Mini-Massagepistole über derartige Features.

 

Bedienbarkeit und Handhabung

Die OM-Go wird ausschließlich über einen Knopf gesteuert. Dieser befindet sich auf der Unterseite des Griffs.

Der Knopf wird einige Sekunden gehalten, um den Motor der Massagepistole zu starten. Eine weitere Betätigung des Knopfes schaltet die Leistungsstufen durch. Um den Motor wieder auszuschalten, muss der Knopf erneut einige Sekunden gehalten werden. Die aktuelle Stufe wird bei der Nutzung über drei Leuchten am Griff dargestellt.

Neben der einfachen Bedienung konnte mich auch die Handhabung sehr überzeugen. Am Griff befindet sich zwar keine Gummierung oder der Riffelung, die verhindert, dass die Pistole aus der Hand rutscht. Allerdings hat die matte Oberfläche der Massagepistole den gleichen Effekt.

Des Weiteren ist das Gewicht der OM-Go sehr gering. Ich habe 457 g mit Kegel-Aufsatz bzw. 447 g ohne Aufsatz gemessen. Damit ist die Pistole nicht nur leicht, sondern eine der leichtesten Mini-Massagepistolen überhaupt. Auch bei einer langen Nutzung liegt die Pistole damit nicht schwer in der Hand.

 

Stromversorgung

In der OM-Go befindet sich ein Akku mit einer Kapazität von 2.600 mAh. Laut Hersteller soll dieser, je nach verwendeter Leistungsstufe, 6 bis 8 Stunden durchhalten. Das kann ich in Etwa so bestätigen, wobei der Akku bei mir eher etwas kürzer durchgehalten hat.

Leider ist die Darstellung des aktuellen Akkustandes eher schlecht. Hierfür gibt es eine Leuchte, die entweder rot oder grün leuchtet. Die Farbe hat folgende Bedeutung:

  • 50 % bis 100 % Akkuladung: grünes Licht
  • 0 % bis < 50 % Akkuladung: rotes Licht

Somit kann man nur ungefähr schätzen, wie lange der Akku noch durchhält. Hier hätte ich mir entsprechend eine genauere Anzeige gewünscht.

Aufgeladen wird der Akku einfach über das mitgelieferte USB-C-Kabel. Dieses wird in die Unterseite der Pistole gesteckt und mit einer Stromquelle (Powerbank, Laptop etc.) verbunden. Möchtest du die Pistole an einer Steckdose aufladen, brauchst du ein zusätzliches Netzteil. Hier kannst du beispielsweise den vom Handy nutzen. Bei mir war das vollständige Aufladen in wenigen Stunden erledigt, sodass die Pistole trotz des leeren Akkus schnell wieder einsetzbar war.

Der Akku der OM-Go lässt sich nicht austauschen. Normalerweise würde ich deshalb Punkte in dieser Kategorie abziehen. Jedoch bietet der Hersteller Orthomechanik einen kostenlosen Austausch innerhalb der 2-jährigen Kategorie an. Nach Ablauf der Garantie wird ein defekter Akku kostengünstig (für 25 €) ausgetauscht. Das finde ich sehr gut, da ein derartiger Akku normalerweise wesentlich teurer ist.

 

Lautstärke

Die Lautstärke habe ich mich einem Messgerät aus einer Distanz von 40 cm ermittelt. Hierbei wurden folgende Werte erzielt:

  • 1. Stufe: ~ 48 dB bis 49 dB – vergleichbar mit leichtem Regen
  • 2. Stufe: ~ 51 dB bis 52 dB – vergleichbar mit einem Radio oder Fernseher
  • 3. Stufe: ~ 54 dB bis 55 dB – vergleichbar mit einem Gespräch

Die Massagepistole ist somit auf allen Stufen recht leise, vor allem wenn man die jeweiligen Stoßfrequenzen in die Betrachtung einbezieht. Auf der ersten Stufe konnte ich die Geräusche nahezu vollständig ausblenden. Auf der höchsten Stufe sind sie allerdings deutlich wahrnehmbar. Auf der Stufe würde ich die Pistole wohl auch nicht in ruhigen Umgebungen einsetzen.

 

Material und Qualität

Beim Material der OM-Go hat Orthomechanik vor allem auf Kunststoff gesetzt. Das schadet der Erscheinung der Massagepistole allerdings nicht. Das Gerät macht optisch nicht nur auf dem ersten Blick, sondern auch beim genaueren Hinsehen einen sehr soliden Eindruck. Dabei hilft einerseits die matte schwarze Farbe.

Zum anderen spielt die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Diese ist auf höchstem Niveau. An der gesamten Massagepistole, aber auch an den Aufsätzen konnte ich keinerlei Mängel feststellen, eher im Gegenteil: Die Spaltmaße sind äußerst gering und alle Kanten sind sauber verarbeitet.

Bei günstigen Geräten aus Asien ist der Geruch häufig ein Problem. Dieser ist oft chemisch und sehr intensiv. An der OM-Go konnte ich einen solchen Geruch nicht feststellen. Die Pistole riecht schlichtweg “neu”. Lediglich die Tragetasche hat zu Beginn etwas komisch gerochen. Das ist allerdings nach wenigen Stunden verflogen.

 

Preis-Leistung

Ich habe für die OM-Go 109,95 € mithilfe des 10 € Newsletter-Gutscheins bezahlt. Normalerweise liegt der Preis bei 119,95 €. Damit liegt der Preis im oberen Bereich der Mini-Massagepistolen, gehört aber noch nicht zu den höchsten.

Trotz des eher hohen Preises würde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis als “Gut” bis “Sehr gut” bewerten. Das liegt ganz einfach daran, dass Qualität ihren Preis hat. Auch die THERABEAT mini, welche in meinen Test ebenfalls sehr gut abgeschnitten hat, liegt ein einem ähnlichen Preisbereich. Ebenso gibt es teuerere Modelle, die schlechtere Leistungen bringen.

 

Fazit – OM-Go Test

Summary

Die OM-Go gehört zwar eher zu den teureren Mini-Massagepistolen auf den Markt, aber auch zu den besten. Darüber täuschen auch nicht ihre kleinen Schwächen hinweg. Zu diesen zählt einerseits, dass der Akkustand nur ungenau angezeigt wird. Zum anderen wird leider kein Netzteil mitgeliefert.

Die Vorzüge der Massagepistole überwiegen hier deutlich. So besitzt die OM-Go einen sehr starken Akku, ist (nahezu) perfekt verarbeitet, sehr stabil, leicht sowie kompakt. Auch ist die Pistole vergleichsweise leise für die angebotene Leistung. Am meisten überzeugt mich jedoch, dass ein defekter Akku innerhalb der Garantie kostenlos bzw. nach Ablauf der Garantie gegen kleines Geld durch den Hersteller ausgetauscht wird.

Alles in allem kann ich das handliche Massagegerät von Orthomechanik somit auf jeden Fall weiterempfehlen!

Gesamtbewertung
9.2/10
9.2/10
  • Lieferumfang und Aufsätze - 9/10
    9/10
  • Funktionalität - 8/10
    8/10
  • Bedienbarkeit und Handhabung - 10/10
    10/10
  • Stromversorgung - 9/10
    9/10
  • Lautstärke - 10/10
    10/10
  • Material und Qualität - 9/10
    9/10

Vorteile

  • leistungsstarker Motor (bis zu 96 Watt)
  • kostenloser Akku-Tausch während der Garantiezeit (2 Jahre)
  • geringe Lautstärke
  • leicht und kompakt
  • platzsparend transportierbar
  • Tragetasche inklusive
  • einfach zu bedienen
  • sehr gute Handhabung
  • enorm stabil und wertig
  • gut durchdachte Leistungsstufen
  • inkl. 4 Aufsätze
  • perfekt verarbeitet

Nachteile

  • recht hoher Preis
  • schlechte Akkustand-Anzeige
  • kein Netzteil mitgeliefert
  • begrenzte Hublänge
Marcel

Hi! Ich bin Marcel und hier auf massagepistole-test.de teste ich verschiedene Massagepistolen, um das beste Gerät auf dem Markt zu finden. Sämtliche Pistolen habe ich selbst in der Hand gehalten, sodass ich stets aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Darüber hinaus kläre ich zu alle Mythen und Fragen rund um Massagepistolen auf. Mehr über mich.

2 Gedanken zu „OM-Go Test“

    • Hallo Utta,
      generell sollte der Einsatz einer Massagepistole im Bereich von künstlichen Gelenken mit einem Arzt abgesprochen werden. Das gilt auch für die OM-GO von OrthoMechanik.

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