Hyperice Hypervolt Go Test

Die Hypervolt GO ist die Mini-Massagepistole von Hyperice, die auch die bekannte Hyperice Hypervolt auf den Markt gebracht hat. Ob die kleine Massagepistole an die sehr gute Bewertung ihres “großen Bruders” anknüpfen kann, möchte ich in diesem Testbericht untersuchen. Dazu gehe ich auf den Lieferumfang, die Bedienbarkeit, die Qualität, die Funktionalität sowie die Lautstärke ein. Um die Bewertung möglichst optimal durchführen zu können, habe ich mir die Hyperice Hypervolt Go selbst gekauft und ausführlich unter die Lupe genommen.

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Lieferumfang und Aufsätze

Die Hyperice Hypervolt Go kommt in einem kompakten, weißen Karton daher. Darauf befinden sich kurz die wichtigsten Informationen zur Massagepistole.

Im Karton ist folgendes enthalten:

  • 1 x Hyperice Hypervolt Go
  • 1 x Flachkopf-Aufsatz
  • 1 x Patronen-Aufsatz
  • 1 x Netzteil mit versch. Aufsätzen
  • 1 x Bedienungsanleitung

Der Lieferumfang fällt somit recht gering aus. Zwar ist grundsätzlich alles enthalten, was man benötigt. Dennoch hätte ich mir zwei Dinge gewünscht: Einerseits sollte eine Tragetasche für den Transport von Massagepistole mitsamt Netzteil und Aufsätzen mitgeliefert werden. Zum anderen ist die Anzahl der Aufsätze recht gering, vor allem wenn die Hypervolt Go die einzige Massagepistole ist, die man besitzt. Hier wären noch ein Ball- sowie ein Gabel-Aufsatz wünschenswert gewesen.

Aus den genannten Gründen gibt es von mir einen Abzug in dieser Kategorie. Trotzdem möchte ich dir nun kurz die Aufsätze zeigen:

Der Flachkopf-Aufsatz ist ein vielseitig und universell einsetzbarer Aufsatz. Er eignet sich prinzipiell für alle mittelgroßen sowie größeren Muskelgruppen. Aufgrund seiner sehr großen, flachen Auflageflächen empfiehlt er sich besonders für die Massage von großen Flächen, etwa auf der Brust oder den Oberschenkeln.

 

Der Patronen-Aufsatz ist quasi genau das Gegenteil des Flachkopf-Aufsatzes. Er besitzt eine spitze, sehr kleine Auflagefläche. Dadurch können mit diesem Aufsatz gezielt einzelne kleine Muskeln bearbeitet werden. Auch eignet sich der Aufsatz optimal zur Triggerpunktmassage.

 

Die beiden Aufsätze machen einen sehr soliden Eindruck und wirken durchaus stabil sowie sauber verarbeitet. Zudem fühlen sich die Oberflächen angenehm auf der Haut an. Hier kann ich nichts kritisieren.

 

Funktionalität

Die Hypervolt Go verfügt über folgende drei Leistungsstufen:

  • 1. Stufe: 2.200 Stöße pro Minute
  • 2. Stufe: 2.750 Stöße pro Minute
  • 3. Stufe: 3.200 Stöße pro Minute

Die Auswahl der Leistungsstufen könnte größer sein. Und auch das Spektrum der Stoßfrequenzen hat noch Potenzial im unteren Bereich. Nichtsdestotrotz reichen die Stufen für die normalen Anwendung vollkommen aus. So fühlen sich alle Stufen sehr gut und vor allem intensiv an. Bereits die erste Stufe reicht aus, um Muskelkater sehr gut zu behandeln.

Auch die Stoßtiefe ist sehr gut. So hat es sich bei der Massage in der Tat so angefühlt, als wenn bis tief in die Muskulatur hinein massiert wird. Gerade im Vergleich zu den anderen Massagegeräten in dieser Größenklasse kann sich die Hyperice Hypervolt Go hier stark behaupten.

Eine genaue Angabe zur Hublänge konnte ich allerdings leider weder in den Unterlagen der Pistole noch in der Beschreibung des Herstellers wiederfinden. Das finde ich sehr schade, da somit kein wirklicher Vergleich mit Konkurrenzprodukten möglich ist.

Sehr wohl gibt es jedoch Angaben zur Leistung des Motors. Diese beträgt 40 Watt. Das ist eigentlich recht wenig für eine Massagepistole. Dennoch hat die Hypervolt Go sehr viel Kraft. Der Motor ist selbst dann nicht blockiert, wenn ich sehr stark mit der Pistole aufgedrückt habe. Das ist bei einem schwachen Motor sonst immer der Fall.

Einen Drucksensor oder ähnliches gibt es nicht. Solche Zusatzfeatures sind allerdings bei nahezu keiner Mini-Massagepistole enthalten.

 

Bedienbarkeit und Handhabung

Einer der wichtigsten Punkte, warum man eine Mini-Massagepistole kauft, ist neben der Platzeinsparung die Handhabung. Und hier muss sich die Hypervolt Go nicht verstecken. Ein großer Faktor hierfür ist das Gewicht der Pistole. Dieses liegt bei gerade einmal 617 g ohne Aufsatz bzw. 653 g mit Flachkopf-Aufsatz. Damit ist die Massagepistole leichter als viele Konkurrenten.

Des Weiteren ist der Griff gummiert. Das verhindert, dass die Pistole aus der Hand rutscht. Durch das geringe Gewicht, die Gummierung und den geringen Durchmesser des Griffs fühlt sich die Hyperice Hypervolt Go auch bei einer stundenlangen Verwendung nicht schwer an.

Bei der Bedienbarkeit kann die Hypervolt Go ebenfalls punkten. Die gesamte Steuerung erfolgt über einen einzigen Knopf. Dieser befindet sich zur Vorderseite gewandt am Griff.

Wird der Knopf gehalten, startet der Motor der Massagepistole. Durch die Betätigung des Knopfes werden die drei Leistungsstufen durchgeschalten. Durch ein erneutes Halten des Knopfes wird der Motor wieder ausgeschaltet. Das geht wirklich kinderleicht von der Hand.

Die aktuelle Stufe wird über drei Leuchten auf der Unterseite des Griffs angezeigt.

 

Stromversorgung

Für die Stromversorgung befindet sich in der Hypervolt Go ein Akku mit einer Kapazität von 2.350 mAh. Das ist ein recht durchschnittlicher Wert für eine Massagepistole. Gleiches gilt für die Laufzeit, welche mit rund 2,5 Stunden angegeben wird. Diesen Wert kann ich durch meinen Praxistest in etwa bestätigen. Benutzt man die Pistole etwa 10 Minuten am Tag, muss man sie somit nur alle zwei Wochen aufladen.

Zum Aufladen wird einfach das mitgelieferte Netzteil samt Kabel verwendet. Dieses wird in die Unterseite der Mini-Massagepistole gesteckt und mit einer Stromquelle verbunden. Sehr gut finde ich, dass das Netzteil mit drei zusätzlichen Steckeradaptern geliefert wird, sodass sie auch bedenkenlos auf Reisen mitgenommen werden kann.

Der aktuelle Akkustand wird durch einen Leuchtring unten am Griff angezeigt. Dieser leuchtet Grün, Gelb oder Rot. ist der Akku noch voll, ist die Leuchte Grün gefärbt. Gelb bedeutet, dass der Akku bereits aufgebraucht ist und eine rote Leuchte symbolisiert, dass der Akku fast leer ist. Eine genauere Angabe zum Ladestand abhängig von der Farbe der Leuchte findet man leider nicht.

Ausgetauscht werden kann der Akku leider nicht. Dafür gibt es von mir Abzüge. Ist der Akku defekt, muss die gesamte Massagepistole ersetzt werden.

 

Lautstärke

Um die Lautstärke der Hypervolt Go von Hyperice zu bestimmen, habe ich eine Messung aus einer Distanz von 40 cm durchgeführt. Hierbei konnte ich folgende Daten ermitteln:

  • 1. Stufe: ~ 55 dB bis 56 dB – vergleichbar mit einem Gespräch
  • 2. Stufe: ~ 57 dB bis 58 dB – vergleichbar mit einem lauten Fernseher
  • 3. Stufe: ~ 59 dB bis 61 dB – vergleichbar mit einem lauten Gespräch

Damit ist die Massagepistole auf jeden Fall nicht die leiseste. Die Lautstärke befindet sich dennoch in einem annehmbaren Bereich. Lediglich auf der höchsten Stufe empfand ich die Lautstärke sehr hoch. Für die Verwendung in einem (sehr) ruhigen Bereich, beispielsweise einem Büro, würde ich die Hypervolt Go demnach eher nicht empfehlen.

 

Material und Qualität

Als ich mir das Material der Hyperice Hypervolt Go angeschaut habe, ist mir direkt aufgefallen, dass die Massagepistole zum großen Teil aus Kunststoff besteht. Das gilt sowohl für die Pistole selbst als auch für die Aufsätze. Zudem ist der Griff gummiert.

Alles in allem wirkt die Hypervolt Go damit nicht ganz so stabil wie Modelle aus Metall. Dennoch macht sie grundsätzlich einen wertigen Eindruck. Das liegt einerseits daran, dass das Material recht dick und stabil ist. Auch macht die matte Farbe einen positiven Eindruck.

Zum anderen spielt die Verarbeitung eine entscheidende Rolle. So konnte ich bei der Hypervolt Go keinerlei Fehler bei der Verarbeitung entdecken. Alle Kanten sind sauber. Auch die Spaltmaße sind vergleichsweise gering.

Nur der Geruch hat für einen Abzug in dieser Kategorie gesorgt. An sich riecht die Mini-Massagepistole eigentlich recht angenehm “neu”. Doch der Griff aus Gummi hat einen typischen unangenehmen Geruch. Dieser wirkt auf mich chemisch und färbt sogar an die Finger ab. Erst nach vielen Stunden ist dieser Duft allmählich verflogen.

 

Preis-Leistung

Für die Hyperice Hypervolt Go habe ich selbst 161,70 € gezahlt. Als ich den Testbericht geschrieben habe, lag der Preis sogar bei ca. 199 €. Damit gehört das Modell zu den teuersten Mini-Massagepistolen auf dem Markt.

Rein aus Preis-Leistungs-Sicht kann ich es daher nicht empfehlen. Zwar bietet es eine intensive, tiefe Massage, die kaum ein anderes Gerät mit dieser Größe hat. Dafür gibt es allerdings Modelle mit einem besseren Gesamtpaket und einem niedrigeren Preis. Hierzu zählt etwa die THERABEAT mini. Diese hat in meinem Test eine höhere Bewertung erzielen können. Gleichzeitig hat sie mich lediglich 99 € gekostet.

 

Fazit – Hyperice Hypervolt Go Test

Summary

Insgesamt betrachtet ist die Hyperice Hypervolt Go eine sehr gute Mini-Massagepistole. Sie vereint die Eigenschaften, die ein solches kompaktes Gerät haben soll – die Pistole ist leicht, klein, sehr handlich und einfach bedienbar. Hinzu kommt, dass sie über einen starken Motor verfügt, sodass eine intensive Massage möglich ist.

Natürlich bringt die Hypervolt Go nicht nur Vorteile mit sich. Zu den Schwächen der Mini-Hypervolt zählen der vergleichsweise hohe Preis. Zudem fehlen mir persönlich mehr Aufsätze sowie eine Tragetasche im Lieferumfang. Auch könnte die Pistole etwas leiser sein.

Wenn dich diese Kritikpunkte nicht stören, kann ich dir die Mini-Massagepistole auf jeden Fall empfehlen. Alle Vor- und Nachteile findest du noch einmal hier aufgelistet:

Gesamtbewertung
8.8/10
8.8/10
  • Lieferumfang und Aufsätze - 8/10
    8/10
  • Funktionalität - 10/10
    10/10
  • Bedienbarkeit und Handhabung - 10/10
    10/10
  • Stromversorgung - 8/10
    8/10
  • Lautstärke - 8/10
    8/10
  • Material und Qualität - 9/10
    9/10

Vorteile

  • leicht und kompakt
  • platzsparend transportierbar
  • einfach zu bedienen
  • sehr gute Handhabung
  • enorm stabil und wertig
  • gut durchdachte Leistungsstufen
  • perfekt verarbeitet
  • leistungsstarker Motor
  • tiefes, intensives Massagegefühl

Nachteile

  • vergleichsweise hoher Preis
  • Akku nicht austauschbar
  • recht laut
  • unangenehmer Geruch am Griff
  • wenige Aufsätze & keine Tragetasche

Vergleiche mit der Massagepistole

 

Marcel

Hi! Ich bin Marcel und hier auf massagepistole-test.de teste ich verschiedene Massagepistolen, um das beste Gerät auf dem Markt zu finden. Sämtliche Pistolen habe ich selbst in der Hand gehalten, sodass ich stets aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Darüber hinaus kläre ich zu alle Mythen und Fragen rund um Massagepistolen auf. Mehr über mich.

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