OPOVE M3 Pro Test

Die OPOVE M3 Pro wird online mit einem sehr leisen Motor sowie einer hohen Ergonomie beworben. Hinzu kommen mehr als 6.400 Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,6 Sternen bei Amazon. Damit gehört die M3 Pro zu den am besten bewerteten Massagepistolen auf der Plattform.

Ob die Beschreibung des Herstellers zutrifft und die Bewertungen gerechtfertigt sind, möchte ich im folgenden Testbericht untersuchen. Hierzu habe ich mir die OPOVE M3 Pro selbst gekauft und ausführlich selber getestet.

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Lieferumfang und Aufsätze

Die OPOVE M3 Pro kommt in einer schwarzen Verpackung mit silbernen sowie weißen Akzenten daher.

In der Verpackung sind folgende Dinge enthalten:

  • 1 x OPOVE M3 Pro
  • 1 x Ball-Aufsatz
  • 1 x Flachkopf-Aufsatz
  • 1 x Gabel-Aufsatz
  • 1 x Patronen-Aufsatz
  • 1 x abgerundeter Patronen-Aufsatz
  • 1 x Luftkissen-Aufsatz
  • 1 x Tragetasche
  • 1 x Tragetasche für Aufsätze
  • 1 x Netzteil
  • 1 x Bedienungsanleitung

Somit ist alles im Lieferumfang enthalten, was man braucht. Mich hat der Lieferumfang sogar positiv überrascht. So sind bei Amazon und Co. nur vier Aufsätze gelistet. Im Lieferumfang sind jedoch sechs Stück enthalten:

Der Kugel- bzw. Ball-Aufsatz wird häufig als universell einsetzbarer Aufsatz bezeichnet. Er ist recht groß und aufgrund seiner Form für nahezu alle Muskeln einsetzbar. Aufgrund der Größe wird er jedoch bevorzugt an größeren Muskeln angewendet.

 

Der Flachkopf-Aufsatz ist ebenfalls sehr allgemein nutzbar. Man kann mit ihm die Beine bearbeiten, aber auch die Brust massieren. generell ist auch er für mittelgroße bis große Muskelgruppen geeignet.

 

Der Gabel-Aufsatz wird häufig entlang der Wirbelsäule, aber auch an den Wanden eingesetzt. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Durch die Aussparung in der Mitte können Knochen und Sehnen gezielt ausgelassen werden.

 

Der Patronen-Aufsatz besitzt nur einen ganz kleinen Punkt, in dem er den Körper berührt. Dadurch wird sehr viel Kraft auf eine einzelne Stelle übertragen. Deshalb wiederum eignet sich der Aufsatzsehr gut für Triggerpunktmassagen oder die Massage der Füße.

 

Der abgerundete Patronen-Aufsatz ist nahezu identisch zum normalen Patronen-Aufsatz. Lediglich das Ende ist ein wenig abgerundet und besitzt dadurch eine etwas größere Auflagefläche.

 

Der Luftkissen-Aufsatz federt die Stöße der Pistole ab. Das ist bei diesem Modell sehr gut gelungen. Dadurch ist der Aufsatz für empfindliche Stellen sehr zu empfehlen.

 

Wie du sehen kannst, sind alle wichtigen Aufsätze für die Massagepistole mitgeliefert. Mit diesen kannst du sämtliche Bereiche des Körpers optimal bearbeiten. Auch die Qualität der Aufsätze hat mich voll und ganz überzeugt.

 

Funktionalität

Die OPOVE M3 Pro verfügt über drei Leistungsstufen. Diese verteilen sich wie folgt:

  • 1. Stufe: 1.800 Stöße pro Minute – Muskelkater lösen & Faszien-Massage
  • 2. Stufe: 2.400 Stöße pro Minute – Tiefengewebsmassage & Muskelverspannungen
  • 3. Stufe: 3.200 Stöße pro Minute – Triggerpunktmassage

Ich habe in meinem Test alle drei Stufen verwendet. Ich finde, dass die verschiedenen Stoßfrequenzen jeweils sehr gut auf die unterschiedlichen Anwendungsgebiete abgestimmt sind. Die Massage bei Muskelkater war weder zu stark noch zu schwach. Bei der Triggerpunktmassage konnte ich die Pistole hingegen sehr gut spüren.

Bei Letzterem spielt unter anderem die Hublänge von 14 mm eine Rolle. Demnach legt der Aufsatz pro Stoß eine Strecke von 14 mm zurück. Das reicht aus, um tiefgelegenes Gewebe mühelos zu treffen.

Auch die Leistung des Motors ist mit 60 Watt in einem Bereich, der die verschiedenen Massagearten unterstützt. Dadurch blockiert er nicht direkt, wenn etwas Druck auf den Massagekopf ausgeübt wird.

Zusatzfunktionen, wie z. B. einen Timer oder einen Drucksensor, gibt es hier nicht. Es erfolgt lediglich automatisch eine Abschaltung nach 10 Minuten. Das finde ich bei dem Preis der Pistole ziemlich schade. Doch dazu erfährst du später mehr.

 

Bedienbarkeit und Handhabung

Die Bedienbarkeit der OPOVE M3 Pro ist denkbar einfach. Im ersten Schritt wird die Pistole eingeschaltet. Das erfolgt über einen kleinen Schalter auf der Unterseite.

Ist das Gerät eingeschaltet, können über den Knopf oben die drei Leistungsstufen durchgeschaltet werden. Dabei wird stets mithilfe von drei Leuchten angezeigt, welche Leistungsstufe gerade aktiv ist.

Auch die Handhabung ist in Ordnung, wobei ich hier einen Punkt abziehen muss. Zunächst möchte ich jedoch positiv hervorheben, dass der Griff gummiert sowie geriffelt ist. Dadurch liegt er gut in der Hand und rutscht nicht so leicht weg. Jedoch ist der Griff recht dick. hinzu kommt, dass recht hohe Gewicht der Pistole. Dieses beträgt ca. 985 g ohne Aufsatz bzw. 1.014 g mit dem Kugel-Aufsatz. Dadurch fühlt sich die Handhabung bei einer langen Massage nicht optimal an.

 

Stromversorgung

In der OPOVE M3 Pro befindet sich eine Lithium-Batterie mit 2.600 mAh. Das ist eine typische Akkukapazität für Massagepistolen. Laut Hersteller reicht die Batterie aus, um die Pistole mit einer Ladung etwa 3 bis 8 Stunden zu betreiben. Das kann ich aus meinem Test eher nicht bestätigen Vielmehr liegt die Laufzeit bei einer typischen Nutzung im Bereich von 2 bis 4 Stunden. Auch das ist recht typisch für Massagepistolen.

Der aktuelle Akkustand wird oben an der Pistole angezeigt. Dafür gibt es fünf kleine Lampen mit folgenden Bedeutungen:

  • 100 % Akkuladung: alle fünf Lampen leuchten
  • 80 % Akkuladung: vier Lampen leuchten
  • 60 % Akkuladung: drei Lampen leuchten
  • 40 % Akkuladung: zwei Lampen leuchten
  • 20 % Akkuladung: eine Lampe leuchtet

Das Aufladen erfolgt über das mitgelieferte Ladekabel. Dieses wird mit einer Stromquelle (Steckdose) verbunden und in die Unterseite der Massagepistole eingesteckt. Das vollständige Aufladen der OPOVE M3 Pro erfolgt somit in etwa 3 Stunden.

Weiterhin ist der Akku austauschbar. Das finde ich sehr gut. Sollte der Akku einmal kaputt gehen, kann er einfach ausgetauscht werden und es muss nicht die gesamte Pistole neu gekauft werden. um den Akku herauszunehmen, wird einfach ein Schalter oben am Massagegerät eingedrückt und der Akku herausgezogen.

 

Lautstärke

Die Lautstärke der OPOVE M3 Pro habe ich aus einer Distanz von 40 cm gemessen. Dabei habe ich folgende Werte erhalten:

  • 1. Stufe: ~ 49 dB bis 49,5 dB – vergleichbar mit Vogelgesang
  • 2. Stufe: ~ 49,5 dB bis 50,5 dB – vergleichbar mit einem leisen Radio
  • 3. Stufe: ~ 51 dB bis 52 dB – vergleichbar mit einem Gespräch

Demnach ist die Massagepistole insgesamt recht leise. Das gilt besonders für die höchste Stufe. Hier habe ich andere Geräte getestet, die bei der gleichen Stoßfrequenz wesentlich lauter waren. Nur auf der ersten Stufe könne die Pistole für mein Empfinden etwas leiser sein.

Auch kommt die Lautstärke nicht an die heran, die der Hersteller verspricht. Diese sollte bei 35 bis 55 dB liegen. Dafür gibt es von mir einen Punkt Abzug.

 

Material und Qualität

Bei Betrachtung des Materials ist mir direkt aufgefallen, dass die OPOVE M3 Pro größtenteils aus Kunststoff besteht. Zusätzlich ist der Griff mit Gummi ummantelt. Damit kommt sie von der Wertigkeit her nicht ganz an Modelle aus Metall heran. Nichtsdestotrotz macht die Pistole einen wertigen Eindruck. So ist das Plastik recht dick und wirkt dadurch ziemlich stabil.

Auch die Verarbeitung macht auf dem ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Beim näheren Ansehen ist mir allerdings aufgefallen, dass insbesondere im oberen Bereich zahlreiche Kanten unsauber verarbeitet sind. Sie grenzen sich nicht klar voneinander ab. Stattdessen sind viele Unebenheiten zu erkennen:

Die Pistole selbst hat einen angenehmen Geruch. Das gilt aber nicht für den Griff. Dieser riecht sehr stark und unangenehm nach Gummi. Dieser Geruch hat sogar auf meine Hände abgefärbt. Auch die mitgelieferten Tragetaschen riechen so. Dafür gibt es ganz klar Abzüge in dieser Kategorie. Schließlich deutet ein solcher Geruch häufig auf Weichmacher und ähnliche Stoffe hin.

 

Preis-Leistung

Für die OPOVE M3 Pro habe ich selbst 169,99 € bezahlt. Als ich anschließend den Testbericht geschrieben habe, lag der Preis bei 139,99 € im Angebot bzw. 169,99 € regulär. Damit gehört die Massagepistole eher zu den teureren Modellen auf dem Markt. Rein aus Preis-Leistungs-Sicht kann ich sie daher nicht empfehlen.

Insgesamt ist die M3 Pro zwar gut, es gibt allerdings Pistolen, welche ähnliche Leistungen bei einem geringen Preis bringen. Zu diesen zählen unter anderem die Mebak 3 sowie die Mebak 5. Zudem erhältst du für den gleichen bzw. einen ähnlichen Preis wesentliche höherwertige Massagepistolen, wie z. B. die OrthoGun 3.0, die THERABEAT Massagepistole, die ChiroGun ONE oder die OrthoGun 2.0.

 

Fazit – OPOVE M3 Pro Massagepistole Test

Summary

Alles in allem handelt es sich bei der um OPOVE M3 Pro eine gute Massagepistole. Dennoch kann ich sie nicht so recht weiterempfehlen. Das liegt nicht an dem gerät selbst, sondern daran, dass es in der gleichen Preisklasse wesentlich bessere Massagepistolen gibt. Gleichzeitig gibt es wesentlich günstigere Pistolen auf dem Niveau der M3 Pro. Welche das sind, habe ich dir im Abschnitt “Preis-Leistung” gezeigt.

Falls du dich – aus welchen Gründen auch immer – dennoch für die OPOVE M3 Pro entscheiden solltest, erhältst du hier eine gute Massagepistole, die eine angenehme Ergonomie besitzt, sich einfach bedienen lässt und einen stabilen Eindruck macht. Die Massagepistole wird mit allen notwendigen Zubehörteilen und Aufsätzen geleifert, die man für ihre Verwendung benötigt.

Eine Übersicht zu den genannten Vorteilen erhältst du noch einmal im Folgenden. Dort habe ich dir auch die Nachteile aufgelistet:

Gesamtbewertung
8.5/10
8.5/10
  • Lieferumfang und Aufsätze - 10/10
    10/10
  • Funktionalität - 9/10
    9/10
  • Bedienbarkeit und Handhabung - 9/10
    9/10
  • Stromversorgung - 8/10
    8/10
  • Lautstärke - 9/10
    9/10
  • Material und Qualität - 6/10
    6/10

Vorteile

  • niedrige Lautstärke auf allen Stufen
  • Tragetasche mitgeliefert
  • platzsparend transportierbar
  • simple Bedienbarkeit
  • inklusive 6 Aufsätze
  • Akku austauschbar
  • gute Akkulaufzeit
  • Motor mit genügend Kraft

Nachteile

  • recht schwer
  • nicht so wertig wie Geräte aus Metall
  • keine zusätzlichen Funktionen
  • ziemlich hoher Preis
  • Mängel bei der Verarbeitung
  • starker Gummi-Geruch am Griff
Marcel

Hi! Ich bin Marcel und hier auf massagepistole-test.de teste ich verschiedene Massagepistolen, um das beste Gerät auf dem Markt zu finden. Sämtliche Pistolen habe ich selbst in der Hand gehalten, sodass ich stets aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Darüber hinaus kläre ich zu alle Mythen und Fragen rund um Massagepistolen auf. Mehr über mich.

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