RENPHO R4 Massagepistole Test

Die RENPHO Massagepistole fällt auf dem ersten Blick vor allem aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form ins Auge. Durch diese soll sie besonders gut zur Massage schlecht erreichbarer Muskeln geeignet sein. Ob das stimmt, möchte ich in diesem Testbericht herausfinden. Außerdem verrate ich dir, wie das Massagegerät in meinem Massagepistole Test abgeschnitten hat. Dazu habe ich die Massagepistole gekauft und ausführlich getestet.

Bei Amazon ansehen*

 

Lieferumfang und Aufsätze

Die RENPHO R4 wird in einem schlichten weißen Karton geliefert.

Darin ist Folgendes enthalten:

  • 1 x RENPHO Massagepistole
  • 1 x großer Ball-Aufsatz
  • 1 x mittlerer Ball-Aufsatz
  • 1 x Flachkopf-Aufsatz
  • 1 x Gabel-Aufsatz
  • 1 x Patronen-Aufsatz
  • 1 x Triggerpunkt-Aufsatz
  • 1 x Tragetasche
  • 1 x Netzteil
  • 1 x Ladestation
  • 1 x Bedienungsanleitung

Über den Lieferumfang kann ich nichts Negatives sagen. Es wird alles mitgeliefert, was man benötigt, um die Pistole verwenden zu können.

Eine sehr wichtige Rolle beim Einsatz der Massagepistole spielen natürlich vor allem die Aufsätze. Deshalb möchte ich nun näher auf diese eingehen:

Der große Kugel- bzw. Ball-Aufsatz ist ein typischer Aufsatz, der für nahezu alle Muskeln verwendet werden kann. Da bei der RENPHO Massagepistole zwei solche Aufsätze mit unterschiedlichen Größen mitgeliefert werden, die der große Ball vor allem für die Massage größerer Muskelgruppen zu empfehlen.

 

Der mittlere Kugel- bzw. Ball-Aufsatz ist geformt wie der große Ball-Aufsatz, verfügt aber über eine geringere Größe. Entsprechend kann er auch prinzipiell für alle Muskeln verwendet werden. Besonders gut eignet er sich aber für mittelgroße Muskelgruppen.

 

Der Flachkopf-Aufsatz lässt sich ebenfalls sehr universell einsetzen. Auch er eignet sich sowohl für mittelgroße als auch große Muskeln. Besonders gut kann man mit ihm jedoch aufgrund seiner Form die Beine sowie die Brust massieren.

 

Der Gabel-Aufsatz hat eine Aussparung in der Mitte, da sie wie ein “U” geformt ist. Dadurch können Knochen sowie Bänder und Sehnen ausgespart werden. Entsprechend wird der Aufsatz entlang der Wirbelsäule sowie an den Waden genutzt.

 

Der Patronen-Aufsatz verfügt über eine kleine Auflagefläche. Dadurch eignet er sich zur punktgenauen Anwendung. Aus diesem Grund eignet sich der Aufsatz besonders zur Anwendung bei der Triggerpunktmassage oder zur Massage kleiner Muskeln.

 

Der Triggerpunkt-Aufsatz ist, wie der Name bereits erahnen lässt, in erster Linie für die Triggerpunktmassage geformt. Allerdings kann er prinzipiell für die gleichen Bereiche genutzt werden wie der Patronen-Aufsatz.

 

Wie du sehen kannst, können mit den Aufsätzen sämtliche Muskeln bearbeitet werden. Auch die Qualität ist hoch, wie man hoffentlich an den Bildern erkennen kann. Lediglich einen Luftkissen-Aufsatz hätte ich mir für empfindliche Stellen am Körper gewünscht. Dieser ist jedoch kein Muss.

 

Funktionalität

Die RENPHO Massagepistole verfügt über vier Leistungsstufen. Das ist ein recht typischer Wert für Massagepistolen. Die Stoßfrequenz der einzelnen Stufen konnte ich leider weder in der mitgelieferten Anleitung noch in der Produktbeschreibung bei Amazon etc. finden.

Bei der Verwendung in meinem Test ist mir jedoch aufgefallen, dass zwischen den verschiedenen Leistungsstufen deutliche Unterschiede hinsichtlich der Intensität bemerkbar waren. So hat sich die erste Stufe noch sehr leicht angefühlt, während die letzte Stufe sehr intensiv ist.

Eine Angabe zur Hublänge konnte ich ebenfalls leider nicht finden. Das finde ich sehr schade! Hinzu kommt, dass der Motor sehr schwach ist. Dessen Leistung wird mit 18 Watt angegeben. Das ist mit Abstand einer der niedrigsten Werte aller von mit getesteten Pistolen. Infolgedessen ist der Motor sehr schnell blockiert, wenn ich nur ein weniger aufgedrückt habe. Dafür gibt es Abzüge in dieser Kategorie.

Auf Zusatzfunktionen, wie einem Drucksensor oder Timer, muss ebenfalls bei der RENPHO Massagepistole verzichtet werden.

 

Bedienbarkeit und Handhabung

Der große Pluspunkt der RENPHO R4 Massagepistole soll ihre Handhabung sein. Deshalb habe ich auf diese ein besonderes Augenmerkt gelegt.

Beginnen möchte ich jedoch mit der Bedienbarkeit. Die ist grundsätzlich sehr einfach. Mit einem dem Knopf auf der Oberseite wird die Pistole eingeschaltet.

Der Motor hingegen wird über einen zweiten Knopf gestartet. Indem dieser erneut betätigt wird, werden die verschiedenen Stufen durchgeschalten. Dabei wird die aktuelle Stufe anhand von kleinen leuchten angezeigt. Mich hat es lediglich sehr gestört, dass immer beim Drücken des Knopfes ein nerviges Piepen zu hören ist.

Der Griff der Massagepistole ist recht schmal und mit Gummi ummantelt. Dadurch lässt er sich gut greifen sowie festhalten. Nicht so gut für die Handhabung ist jedoch das Gewicht der Pistole. Dieses liegt ohne Aufsätze bei ca. 1.011 g und mit dem großen Kugel-Aufsatz bei 1.044 g. Entsprechend gehört das Modell von RENPHO zu den schwereren. Bei längeren Massagen wirkt sich das negativ auf die Nutzung aus.

Das USP der Pistole ist wohl der verstellbare Massage-Arm. Dieser hat die Verwendung wiederum positiv beeinflusst. Der Arm ist recht lang und lässt sich in fünf verschiedene Stellungen in einem Bereich von 90° bringen. Dadurch kann man ihn individuell auf den zu massierenden Bereich einstellen. Dies hat mir sehr gefallen.

Allerdings ist das Einstellen des Arms nicht optimal gelöst. So lässt sich der Knopf zum verstellen des Arms nur schwergängig hineindrücken.

 

Stromversorgung

Für die Stromversorgung befindet sich im Inneren der RENPHO R4 ein Akku mit einer Kapazität von 2.200 mAh. Das ist recht wenig für eine Massagepistole. Da der Motor allerdings rechts schwach ist, hält die Batterie bei normaler Nutzung dennoch ca. 2 bis 4 Stunden durch. Dabei wird der aktuelle Akkustand stets oben an der Pistole über mehrere Leuchten angezeigt.

  • 75 % bis 100 % Akkuladung: vier Lampen leuchten
  • 50 % bis 75 % Akkuladung: drei Lampen leuchten
  • 25 % bis 50 % Akkuladung: zwei Lampen leuchten
  • 0 % bis 25 % Akkuladung: eine Lampe leuchtet

Das Aufladen des Akkus funktioniert über die mitgelieferte Ladestation. Diese wird mithilfe des Netzteils mit einer Steckdose verbunden. Der Akku wird einfach in die Station eingesteckt und somit in wenigen Stunden aufgeladen.

Weiterhin ist positiv zu nennen, dass der Akku austauschbar ist. Dazu lässt er sich einfach aus der Pistole herausziehen. Ist der Akku defekt, muss demnach nur dieser ausgetauscht werden und man muss nicht das gesamte Massagegerät ersetzen.

 

Lautstärke

Laut Produktbeschreibung gibt die RENPHO R4 eine Lautstärke von weniger als 60 dB von sich. In meinem Test konnte ich das nicht bestätigen. Ich habe die Lautstärke der Pistole aus einer Distanz von 40 cm gemessen und folgende Werte erhalten:

  • 1. Stufe: ~ 59 dB – vergleichbar mit einem lauten Gespräch
  • 2. Stufe: ~ 60,5 dB – vergleichbar mit einem lauten Gespräch
  • 3. Stufe: ~ 65 dB – vergleichbar mit Straßenverkehr
  • 4. Stufe: ~ 69 dB – vergleichbar mit einem Großraumbüro

Wie man an den Werten erkennen kann, ist die Massagepistole nicht nur laut, sondern sogar sehr laut. Insbesondere auf der höchsten Stufe war das Geräusch extrem stark wahrnehmbar. Eine Nutzung der Massagepistole in einer ruhigen Umgebung ist damit eher nicht möglich. Entsprechend gibt es von mir große Abzüge in dieser Kategorie.

 

Material und Qualität

Beim Material der R4 von RENPHO wird in erster Linie auf Kunststoff gesetzt. Das ist in erster Linie recht typisch, auch wenn es nicht so wertig wirkt wie Metall. Bei diesem Modell macht das Material auf mich allerdings einen eher geringwertigen Eindruck. So wirkt es recht dünn und auch die Verarbeitung ist nicht die beste. Beispielsweise sind die Spaltmaße sehr groß.

Beim Geruch kann ich wieder weniger bemängeln. So riecht die Pistole eher neuwertig. Nur der Griff aus Gummi riecht ein wenig chemisch. Dieser Geruch hält sich jedoch noch in Grenzen.

 

Preis-Leistung

Ich habe die RENPHO R4 Massagepistole für 89,99 € erworben. Diesen Preis hatte das Massagegerät auch als ich diesen Testbericht geschrieben habe. Demnach liegt die Pistole im mittleren Preissegment. Für diesen Preis sind meiner Meinung nach bessere Massagepistolen erhältlich, z. B. die ABOX Hero 1 oder die Mebak 5. Rein aus Preis-Leistungs-Sicht kann ich die RENPHO R4 Massagepistole entsprechend eher nicht empfehlen.

 

Fazit – RENPHO R4 Massagepistole Test

Summary

Die RENPHO R4 Massagepistole wird mit einer speziellen Form beworben, die es ermöglicht, schwer erreichbare Muskeln mühelos selbst zu massieren. Das ist auch der einzige Punkt, weshalb ich zu der Pistole raten kann. Wenn dir dies wichtig ist, da du spezielle Körperregionen selbst massieren möchtest, dann ist die RENPHO Massagepistole auf jeden Fall eine (gute) Option.

Ansonsten ist die Massagepistole höchstens eine mittemäßig gute Option. Im gleichen Preisbereich gibt es meiner Meinung nach auf jeden Fall bessere Modelle. Insbesondere der schwache Akku sowie die hohe Lautstärke haben mich doch sehr gestört.

Für ca. den doppelten Preis gibt es sogar bereits einige der besten Massagepistolen. Zu diesen zählt auch mein Testsieger, die OrthoGun 3.0 (ehemals: OrthoGun 2.0).

Eine Empfehlung für die RENPHO R4 kann ich entsprechend höchstens bedingt aussprechen. Stattdessen würde ich eher dazu raten etwas mehr Geld für ein Top-Modell auszugeben.

Gesamtbewertung
8.2/10
8.2/10
  • Lieferumfang und Aufsätze - 10/10
    10/10
  • Funktionalität - 7/10
    7/10
  • Bedienbarkeit und Handhabung - 8/10
    8/10
  • Stromversorgung - 10/10
    10/10
  • Lautstärke - 6/10
    6/10
  • Material und Qualität - 8/10
    8/10

Vorteile

  • inklusive 6 Aufsätze
  • Tragetasche mitgeliefert
  • platzsparend transportierbar
  • simple Bedienbarkeit
  • gute Handhabung
  • gut verarbeitet
  • besondere Form für schwer erreichbare Muskeln
  • austauschbarer Akku

Nachteile

  • sehr laut auf allen Stufen
  • sehr schwer
  • wirkt nicht sonderlich wertig
  • schwacher Motor
  • keine zusätzlichen Funktionen
  • nerviger Piep-Ton bei Betätigung der Knöpfe

 

Vergleiche mit der Massagepistole

 

Marcel

Hi! Ich bin Marcel und hier auf massagepistole-test.de teste ich verschiedene Massagepistolen, um das beste Gerät auf dem Markt zu finden. Sämtliche Pistolen habe ich selbst in der Hand gehalten, sodass ich stets aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Darüber hinaus kläre ich zu alle Mythen und Fragen rund um Massagepistolen auf. Mehr über mich.

Schreibe einen Kommentar